Geschichte


Keramik in Rheinsberg

Am 30. April 1878 erwarb Christian Hinrich Carstens die Großhandlung Carstens & Stahl für 18.095,77 Mark. Bereits im Jahr 1892 hatte Christian Carstens zusammen mit seinem Bruder Ernst den Keramikbetrieb in Rheinsberg erweitert und führten Porzellan- und Keramikbetriebe in Rheinsberg, Haldensleben, Rathenow, Velten, Gräfenroda, Georgenthal, Greußen, Wallhausen, Sorau, Blankenhain, Lübeck, Elmshorn, Reichenbach, Zeven und Hirschau. Bis 1945 verblieb Keramik Rheinsberg in der Hand des Sohnes von Christian Carstens, Ernst Carstens, welcher nach Einmarsch der russischen Besatzungsmacht Rheinsberg verlassen muss. 1948 erfolgt eine Enteignung aller Carstens-Fabriken und werden überführt in die VEB. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 finden Ernst Carstens, Gerd Fey und Hans-Jürgen Naundorf zueinander und strukturieren und modernisieren die Keramik Manufaktur in Rheinsberg um. Hans-Jürgen Naundorf verbleibt von 1990 bis 1999 Geschäftsführer bis Ralf Grabowski ihn ablöst und Vertriebsstrukturen nach Skandinavien aufbaut. Anfang 2004 scheidet Ernst Carstens als Gesellschafter aus und am 1. Juni 2020 wird die nun insolvente Carstens Keramik Manufaktur von Michael von Gizycki und Hans-Wilhelm Jenckel gekauft und umfirmiert auf „Keramik Rheinsberg GmbH“.

Logoentwicklung des berühmten „R“:

Der Ursprung des Logos geht auf die Zeit Friedrich des Großen zurück. Das Logo “FR” war der Vorläufergesellschaft nicht vergönnt, da Friedrich nach seiner Jugendzeit von Rheinsberg sich Potsdam und Berlin zuwandte und dort u.a. KPM unter seiner Regentschaft gründete. Schirmherr der Rheinsberger Keramik war sein Bruder Heinrich. Als zu Zeiten der DDR das „R“, das an Fridericus Rex erinnert und nicht nur auf dem Boden der bekannten Teekanne eingebrannt wurde, abgeschafft werden sollte, wurde dies mit dem Argument „Fridericus Rex ist tot und die Rheinsberger Kanne ist unsterblich“ verhindert.

Die seit 1. Juni 2020 in Rheinsberg tätige Keramik Rheinsberg GmbH ist als Schutzrechtsinhaberin beim deutschen Patent- und Markenamt mit dieser Wort-/Bildmarke eingetragen.

Informationen finden Sie hierzu auch unter: Märkische Tonkunst Berlin und Brandenburg Keramik der zwanziger und dreißiger Jahre deutsches historisches Museum Berlin.